Schottland 2006 - Woche Eins Drucken
Geschrieben von: Michael Majunke   
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Schottland 2006
Die Reise
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Die Erste Woche 

Der Erste Tag - 20.05.2006

Ein Alptraum - ich habe ca. 800km vor mir und es regnet wie aus Eimern. Dazu kommt noch heftigster Wind, welcher mich in Niederlanden von der Autobahn drückt. Trotzt dieses Unwetter's komme ich gegen 18.00Uhr im Hotel Hoogland in Zandvoort an. Erstmal Klamotten zum trocknen hängen, was Essen und unter eine warme Dusche. 'Fängt ja gut an' denke ich mir so ;)

 

Tag Zwei - der 21.05.2006

Auch heute geht es Regnerisch weiter, zumindest hält sich aber die Windstärke in Grenzen. Ich bin der erste an der Fähre und warte gemütlich. Während des Wartens gibt es doch tatsächlich direkt über dem Hafen ein Loch durch das die Sonne durchblitzt und das für ganze zwei Stunden - ich bekomme einen Sonnenbrand ( kein Witz ) .
Bald wird der Kreis der Wartenden größer und man kommt ins Gespräch. Von Willi und Martina auch Aachen gibt's Kaffee und ich darf im Auto sitzen - es regnet nähmlich wieder ;)
Ansonsten ist es wohl das übliche Einschiffungsverfahren - die Mopeds dürfen diesmal "fast" zuerst rein, wegen des Regens.

 

Tag Drei - der 22.05.2006

Willkommen in England ;)

Es ist Suuupper...Regenwetter und die Temperatur liegt so bei 5°C, was soll's - Urlaub ist angesagt.

 

Dank meines Navi's komme ich ziemlich leicht durch das Strassengewirr von Newcastle, auch schön ist, so einen Kreisverkehr von  Links her anzufahren.
Schon bald ist die Grenze zu Schottland erreicht, nur leider hat bei dem Sa..wetter auch die Imbissbude zu. Aber man merkt schon, wie sich langsam die Landschaft verändert - dieses kleine bißchen anders sein als daheim.

 

Nach einer sehr kurzen Paue geht es weiter nach Jedburgh zur Jedburgh Abbey und einem kleinem Spaziergang in der Stadt. Hier gibt es auch mein erstes Schottisches Essen in einer der vielen Woollen-Mill - Läden.

 
Nach Jedburg ging es weiter Richtung Kelso und schon bald musste ich mich um die erste Unterkunft kümmern. Ich fand in der nähe ein nettes B&B ( die Whitehill Farm ) und ließ den Tag gemütlich ausklingen.
 
Ein Bild vom B&B am nächsten morgen ...  Ein Bild vom B&B am nächsten morgen
 

 

Tag Vier und Fünf - der 23. und 24.05.2006

Smailholm Tower Nach einem schönem Schottischen Frühstück ging es gegen 9.30Uhr weiter Richtung Melrose. Zuerst machte ich aber noch einen Abstecher zum 'Smailholm Tower' wo es einen ersten Einblick in schottische Bauwerke gab und auch deren Eintrittspreise - 3Pfund Eintritt und ein nettes Heft'chen und schon ist man 6Pfund los. Eine Anfahrt durch den hiesigen Bauernhof gibt es aber wohl auch nur in Schottland.
 
Smailholm Tower
 
 
Nachdem ich den Hügel wieder lebend runter gekommen bin, ging es weiter nach Melrose - ein wirklich schönes kleines Städtchen.
 
Melrose AbbeyDie 'Melrose Abbey' sollte man sich unbedingt anschauen. Es ist sehr viel erhalten und zusätzlich gibt es einen Turm von welchen man einen schönen Überblick erhält.
 
 
 
Während des kurzen Stadtbummel's nutzte ich auch gleich die Zeit am Automaten etwas Geld abzuheben und mir ein Mittel gegen Grippe zu kaufen - wieder voll erwischt. Allen Reisenden kann ich nur empfehlen so etwas im Reisegepäck zu haben - ist nicht ganz billig hier.
 
Danach machte ich mich, bei zunehmend schlechter werdenden Wetter mit kurzen Regenshauern, auf Richtung Peebles. Auf Grund der Grippe suchte ich mir erneut ein B&B - diesmal bei West Linton die 'Drochon Castle Farm' - hier ist zwar noch nicht alles fertig, aber dafür gibt es super Zimmer mit beheizbaren Betten.
 
Strobo CastleIch beschliesse zwei Tage hier zu bleiben und so beginnt auch schon der nächste Tag an dem ich einfach in der Gegend 'rumfahre'. Unter anderem führt mich der Weg am Strobe Castle vorbei und später versuche ich mich an einer kleinen Strasse, welche laut Karte wieder auf einer Hauptstrasse münden sollte. Beim sollte ist es aber auch geblieben, nach 30km heist es wieder umdrehen und die Aussicht erneut genießen - kein durchkommen. Aber das ist es ja was man in Schottland sucht, das kleine Abenteuer.

Am frühen Nachmittag war ich dann schon zurück und habe mich etwas der Grippe gewidmet - relaxt also.
 
 

 Tag Sechs der 25.05.2006

Der heutige Tag brachte mit auf die Halbinsel Fife zum kleinen Örtchen Crail.
 
Der Weg führte mich unter anderem durch Edingburgh und St. Andreas. Meinen Reisezielen entsprechend, schaute ich mir Edingburgh nicht an - zu viele Menschen. Das Städchen St. Adreas war einen Besuch wert, allerdings gab es auch hier sehr viele Touristen. Generell ist die Infrastruktur in der Gegend sehr Touristisch geprägt und so hält es mich hier nicht lang. Die Landschaft erinnert stark an Mecklenburg, nicht mehr diese schönen kleinen Berge wie in den letzten Tagen in den Lowlands.
 
Gegend abend finde ich noch einen sehr schönen Campingplatz direkt am Stand. Allerdings sollte dieser mit 12 Pfund für eine 'Zeltnacht' Spitzenreiter der Reise bleiben. Ansonsten habe ich, nach einem kleinen Spaziergang bei wunderschönsten Wetter, den Tag ausklingen lassen. Am nächsten morgen wurde ich dann vom 'blob blob...' der Regentropfen auf dem Zelt geweckt...
 
Blick auf Edingburgh Nahe Campingplatz

 Tag Sieben der 26.05.2006

Der Tag beginnt damit das klattsch-nasse Zelt zu verstauen und mich in die Regenklamotten zu hüllen - es schüttet wie aus Eimern und ist wieder empfindlich kalt geworden.
 
Ich fuhr durch das wunderschöne Städchen Dunndee Richtung Richtung Nord-Ost über die A93 nach Braemar. Diese Strecke ist wunderbar und verlief über den Cairnwell 's Pass. Bei dem Wetter is kaum ein Mensch hier und von der Bedienung an der Berg-'Gaststätte' ernte ich mitleidige Blicke - iss mir kalt und das Wasser läuft auch aus meiner 'Regendichten' Jacke ;).
 
Bei dem Wetter musste wieder ein B&B herhalten, leider gab es gerade irgendwo einen Hundeausstellung und überall war alles ausgebucht. Schlussendlich verhalf mit die Touristinfo weiter und ich bekam ein schönes Zimmer bei June in Banchory. June räumte ihre Garage damit mein Moped trocken steht ;)
 

Nach einem kurzen Spaziergang und einer Dusche war der Tag auch schon wieder vorbei. 
 

Leider konnte ich von der Strecke über die Cairnwells und die A93 keine Foto's machen. Einmal wegens dem Regen und dann waren die Strassen sehr schmal, da konnte man auch mit einem Moped nicht mal eben stehenbleiben.
 

Tag Acht der 27.5.2006

 
Da der letzte Tag ziemlich Fahr-orientiert war, entschied ich mich einen weiteren Tag hier zu bleiben und mir die Gegend näher anzuschaun.
 
Zuerst führte mich mein Weg zum Crathes Castle. Der Eintrittspreis von 10Pfund ( plus 2 für's Parken ) für die Schlossbesichtigung lohnt sich, die Gartenbesichtigung kostet allerdings Extra - ich hab's mir vergniffen.
 
Crathes Caslte Crathes Caslte
 
Ich fuhr  über die B979 weiter nach Stonehaven ( dem kleinen Hafen sollte man einen Besuch abstatten ).
 
Von dort ging's weiter zum Dunnator Castle - Schottland live. Den abenteuerlichen Weg ins Innere habe ich Aufgrund meiner Motorradstiefel nicht in Angriff genommen ( kleiner Pfad ). Allerdings kann man kurz vorher einen kleinen Weg rechts abbiegen und gelangt ( ebenfalls über einen schmalen Pfad ) zu einem schönen Aussichtspunkt auf das Castle.


 

 
Da sich der Himmel plötzlich verdunkelt, oder besser Pechschwarz wird, entschliese ich mich aufzubrechen - mein nächstes Ziel ist Fettercairn und die dortige Whisky-Destillery. 
 
Über sehr sehr kleine Traum-Strassen, von kleinen Regenschauern begleitet, aber mit diesem Gefühl das man beim Motorradfahren erlebt wenn man einfach nur fahren kann, erreicht ich die Destillery. Da ich die letzte Führung verpasst hatte und gerade niemand da ist, erhalte ich hier sogar eine Privat Führung - super.


 
Nach einer kleinen Pause, ging es weiter Richtung Osten nach Tarfside zum Loch Lee. Eine sehr schöne Motorradstrasse und kein Mensch weit und breit. Ein kurzer Spaziergang und dann machte ich mich auf den Weg zurück, eigentlich mit dem Ziel einen Weg über die Berge zu finden. Nach einigem Suchen und einem Gespräch mit einem Einheimischen war klar - für mein beladenenes Motorrad und dem aktuellen Spritvorrat ist da kein durchkommen - da soll auch noch Schnee liegen. Die Tourist-Map sagte da etwas anderes.
 
Nun auf dem 'normalen' Rückweg, führte mich das Navi eine kleine Abkürzung "old militäriy street" genannt. Diese wurde mehr und mehr zum HardCode-Crossing, ein umdrehen war nicht möglich da ich die GS nicht hätte wenden können. Zum Glück hat die GS einen guten Unterbodenschutz, den der wurde öfters benötigt. Am Ende erreiche ich dann doch wieder die B974 und fahre gemütlich nach Banchory zurück. Dort hatte June auf mein trocknendes Zelt aufgepasst  und sogar ein,zweimal ' in Sicherheit' gebracht.
 
Ich beschloss sogar noch einen weiteren Tag zu bleiben.
 

Anm.: leider war ich die Strecken so mit fahren beschäftigt, dass ich das Fotografieren vergass..

 

Tag Neun der 28.05.2006

Der Tag heute brachte mich 'zurück' Richtung Braemar und weiter einer Stichstrasse, dem River Dee folgend, über wunderschöne Strassen, kurven und Landschaften. Hier ist es so einsam, dass einem das Rotwild direkt vor's Motorrad läuft.
Dann mal wieder eine kleine Abkürzung - leider musste ich hier umdrehen. Das Wasser war tiefer als meine Striefel und selbst das fast leere Motorrad hätte ich da Allein niemals wieder rausbekommen ( und das 200m vorm Ziel wie man hinten vielleicht erkenne kann ).
 
Ansonsten war heute noch technischer Pflegedienst angesagt - 0,3l auf 1500km ist i.O. und auch sonst gab es keine Probleme, noch nicht.
 ( Lustig: scheinbar bin ich nicht der Einzige der in diese "Falle" landet : http://www.majaeger.de/site/bike/scotland/grampian.htm )
 
Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, den 28. Juli 2011 um 11:59 Uhr