Schottland 2006 - Woche Zwei Drucken
Geschrieben von: Michael Majunke   
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Schottland 2006
Die Reise
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Die Zweite Woche

Tag Zehn der 29.05.2006

Es ist empflindlich kalt geworden, die Temperatur tagsüber liegt bei 7°C und das im Juni. Ich höre aber von daheim, dass Deutschland ebenfalls nicht viel besser abschneidet. Bei dann noch sehr wechselhaftem Wetter, mit Regenschauern und Sonneneinlagen fahre ich Richtung Keith zur Strathisla Distillery. Vorrab kann ich sagen, dass diese vom Erscheinungbild mit die Schönste Disttilery ist die ich besuchte. Weiterhin ist man dort sehr auf die Sicherheit der ausländischen Besucher bedacht - man beachte das Hinweisschild ;)
 
 
Nach dieser Besichtigung und einer kleinen Tour, fand ich dann meinen nächsten Schlafplatz  - den Campingplatz "Aberlour Camping". Hier sind nur zwei Caravans und ein paar Hasen da, ansonsten habe ich den Platz für mich Allein. Gegend Abend wird es dann doch noch kälter und die hiesige Campsite-Wächterin ist schon besorgt um mich in meinem kleinen Zelt. Ich schreibe meine Notizen fertig und bei knapp 0°C geht's in den Schlafsack welcher zu tun hat, mich warm zu halten.
 

Tag Elf der 30.05.2006

Ich beschloss heute einen Motorradfreien Tag einzulegen und etwas zu wandern.  Mein erstes Ziel war die Aberlour Disttilery ein paar Kilomter  vom Campingplatz entfernt. Der Regen konnte meinen Wasserdichten Sachen ( Jacke von Jack Wolfskin, Hose von Mamut ) nichts anhaben und es machte sogar Spaß.
 
In der Aberlour Distillery gab es zwar die teuerste (7Pfund), dafür aber auch die Beste Führung die ich auf der Reise mit machte. Am Ende der Führung kann man sich selbst eine Flasche Whisky ungefiltert vom Faß abfüllen und wird in das "Große Buch" eingetragen - der Spaß kostet 50Pfund. Leider sind die Platzverhältnisse auf dem Motorrad begrenzt und so muss ich mit ein paar kleineren Souveniers von dannen ziehen.
 
Nach der Besichtigung, und einigen Verkostungen später, machte ich mich dann auf und wanderte zum hiesigen Wasserfall und dann langsam wieder zurück zum Campingplatz. Zum späten Nachmittag kam ich dann erschöpft am Zelt an...
 
 

Tag Zwölf der 31.05.2006

Der Tag beginnt wieder mit kühlen 3°C, dafür wird es tagsüber nicht einmal regnen und viel Sonnenschein geben.
ElginIch fahre kurz nach Elgin, bleibe aber nicht lang - die vielen Menschen, ihr wisst ja - und so geht es über wunderschöne Küstenstrassen weiter Richtung Banff in das dortige Meerwasseraquarium. Das war mal etwas anderes und garnicht schlecht.


MeerwasserAquarium Banff
 
Später ging es dann wieder zurück und ich besuchte die SpeySide-Pottery. Da kann man dem Töpfer live bei der Arbeit zuschauen und auch ein paar handgemacht arbeiten erwerben. Das besondere an seiner Arbeit, er macht das mit Holzfeuer damit der Ton diese ganz besondere Farbe bekommt. Ich gönne mir hier eine kleine Vase für 13Pfund und fahre danach langsam wieder zum Campingplatz zurück.
 
In der Nacht fang es dann richtig an zu regnen, es schüttet wie aus Eimern ...
 

Tag Dreizehn der 01.06.2006

... dafür ist dann aber bis zum morgen doch wieder alles trocken und nach einem kleinen Frühstück packe ich ein und es geht weiter.
 
Mein Weg führt mich zu Culloden Moor. Hier fand 1746 die große Schlacht zwischen Jakobiten und den englischen Truppen statt. Etwas enttäuscht war ich schon etwas - ein Haus (das älteste Schottische), ein Feld und ein Denkmal - mehr war da nicht.

      
 
So hielt es mich auch nicht lang und es ging weiter, den Loch Ness folgend, nach Drumnadrochit und dem Urquhart Castle. Das war schon eher etwas, wenn auch sehr Touristisch geprägt. Auf dem Rückweg, vorbei an unmengen Wohnmobilen, machte ich noch einen Abstecher in einen der vielen kleinen Souvenierläden und genoss das schöne Wetter.


Contin, 10m vom Zelt entfernt..Und schon war auch die Zeit ran einen Schlafplatz zu suchen. Ich fuhr bis nach Contin und fand dort einen kleinen Campingplatz. Der Weg dorthin zweigte direkt von der Strasse ab und lies anfangs 'nichts Gutes' vermuten. Schnell stellte sich aber heraus, dass es ein sehr schöner Campingplatz ist, direkt am Wasser und ruhig ( das Bild habe ich 10m vom Zelt entfernt aufgenommen ). Beim einkaufen für's Abendbrot erzählt mir die Frau vom Dorfladen, dass "dies der Kälteste Mai seit 1969 sei, es aber besser werde" - sie hatte wohl Mitleid mit mir ;).
 

Tag Vierzehn der 02.06.2006

Ab hier begann für mich das wirkliche Schottland und auch der Schönste Teil der Reise, wenn auch mit dem härtestem Wetter das ich bis jetzt erlebt hatte. 
Der Weg führte mich über die A836 und wunderschönen Landschaften nach Altnaharra ( Anm.: der Tank sollte vorher voll sein ). Dort bog ich links auf eine kleine Strasse Richtung Lochside ab - es ist einfach Traumhaft hier. Leider wurde das Wetter extrem schlecht, der Wind war so stark, dass ich das Motorrad kaum noch halten konnte und der Regen legte ordentlich zu. Ich entschloss mich, dennoch mein engestrebtes Ziel - den nord/westlichen Campingplatz zu erreichen - anzugehen. Bis Durness brachte mich mein Weg, wo ich mich nach einem wärmenden Mittag und Rücksprache mit der Kellnerin entschloss den Rückweg anzutreten. So fuhr ich wieder Richtung Osten und nach mehreren Anläufen fand ich dann auch ein B&B, in der nähe von Thurso, sogar mit eigenem kleinem anhängenden Pub.
Nachdem meine Sachen zum Abtropfen aufgehängt und meine Körpertemperatur durch eine heiße Dusche wieder den normalen Level erreicht hatte, nutzte ich den "nahen" Pub - drank ein, zwei Whisky und tauschte Erfahrungen mit den Wirtsleuten aus. Muss ein hartes Leben hier sein...
 

Tag Fünfzehn der 03.06.2006

Ich bin früh auf den Beinen und es regnet erfreulicher Weise nicht mehr.
Da ich nun schonmal im Osten bin, fahre ich nach "John o' Groats" - dem östlichstem Punkt Schottlands. Gegen zehn Uhr ist hier noch niemand und ich kann entspannt die Aussicht geniesen.
Den Kauf von Souveniers habe ich mir verkniffen, die Preise sind hier extrem hoch - leider auch das Benzin mit 1,06.99 Pfund/l gegenüber dem Durchschnitt von 0,99.9 Pfund/l.

Ich fuhr über, wieder sehr schöne Strassen, zum noch schöneren Dunrobin Castle. Ein Castle welches man sich nicht entgehen lassen sollte ( wenn man etwas Zeit mitgebracht hat, dann unbedingt die Falkenschau anschauen ).   

Danach ging es nur noch zum Campingplatz bei Lairg wo ich plante einen Tag Pause einzulegen um das Motorrad zu pflegen und natürlich auch mich zu erholen..
 

Tag Sechzehn der 04.06.2006

 Wie geplant, machte ich diesen Tag zu einem "Nichts-Tun-Tag". Ich stattete Lairg einen drei Stunden Spaziergang ab, machte einkäufe und lies es mir gut gehen.
 
Leider musste ich dann Nachmittags bei der Pflege des Motorrades feststellen, dass Öl austritt und schon der Motorradschutz voll war. Ich beschloss erstmal die Sache weg zu putzen um die nächsten Tage festzustellen wie stark das Öl 'strömt' und nicht gleich nach Inverness zur nächsten Werkstatt zu fahren ( leider ein Fehler wie ich am nächsten Tag feststellen musste ). Übrigends stehen bei der BMW erst 10.000km auf der Uhr !
 
Ein Wort zum Wetter, es wird um einiges wärmer - so stark das sich mein Heuschnupfen meldet...
 
Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, den 28. Juli 2011 um 11:59 Uhr