VISATON VIB170-AL Drucken
Montag, den 04. Februar 2008 um 18:23 Uhr

VIB 170 AL   VIB 170 AL   VIB 170 AL

Vorwort

Der Selbstbau von guten Lautsprechern ist heutzutage wohl etwas aus der Mode gekommen. Doch wer für gute Boxen nicht gleich ein kleines Vermögen ausgeben möchte und etwas Bastelleidenschaft in sich trägt, kann immernoch viel Geld sparen.
Mit den folgenden paar Zeilen möchte ich dazu ein(mein) Beispiel geben.

 

Welche Box

Das bestimmendste Argument für die richtige Box ist, bei den heutigen Mietpreisen zumindest, meist der zur Verfügung stehende Platz. Schlank sollte sie sein, möglichst klein und trotzdem das nötige Bassfundament liefern.
Viele greifen auf ein Satellitensystem zurück - kleine Böx'chen und einen Subwoofer. Wie ich aber feststellte ist dies nur für Spielfilme und dergleichen geeignet. Dem guten Stereo hören steht meist die doch vorhandene Ortbarkeit des Subwoofers im wege.
Also machte ich mich weiter auf die Suche und wurde beim Selbstbauspezialisten VISATON fündig.
Die VIB 170 AL ist nur 25cm tief und 21cm breit und paßt somit gut in die vorhandene 'Schrankwand' - quassi als einzelnes Schränkchen ;). Durch die Verwendung hochwertigster Lautsprecher erreicht die VIB einen Tiefgang bis 25Hz hinunter (Res.frequ. 38Hz).
Im Internet fand ich schnell Anbieter welche die einzelnen Bausatzteile preisgünstig anboten. Wegen fehlendem und teurem Werkzeug entschied ich mich das Grundgehäuse bei einem Tischler bauen zu lassen. So lag ich dann bei einem Endpreis von rund 1000DM.

Die Box - Eigenschaften und Bewertungen...

VIB 170 AL -Test 

Ich möchte an dieser Stelle auf die guten Seiten von VISATON (2-Wege-Boxen) verweisen und nur einige Bemerkungen geben.

Es ist eine echte 8Ohm Box mit einem Volumen von 34Litern. Im heimischen Test war ich selbst Überascht wie gut, dynamisch diese Box klang. Man hörte mit einem mal Dinge in der Musik die vorher schlicht im 'Brei' untergingen. Die Ortbarkeit von einzelnen Instrumenten war wohl das am besten festzustellende Merkmal für mich, was am Anfang sogar 'ungewohnt' war.
Selbst bei meinem ungünstigen Aufstellungsort konnte mich die Box überzeugen. Etwas 'freier' im Raum aufgestellt klang sie dann aber noch etwas besser, und nach einigen 'Lauschtests' hatte ich den Übeltäter auch gefunden - die liebe Schrankwand brummt mit. Dagegen kann man aber nunmal leider nichts machen und im Grunde bin ich mit der erbrachten Leistung mehr als zufrieden.

Nach dem Zusammenbau laß ich in einer Hifi-Zeitung einen Test über diese Box, siehe Bild. Man sieht dort auch einmal den Preis für ein fertig aufgebautes Boxenpaar. Wenn ich diesen Wert zugrende lege und die Arbeitszeit mal beiseite lasse, wären das satte 3000DM gespart. Der Spaß an der Sache wiegt da aber deutlich mehr ;)..

In der Box finden der 17cm High-End-Tiefmitteltönner 'AL 170 8 OHM' mit eloxierter Aluminium-Membran und die 25mm Gewebekalotte 'G25 FFL 8 Ohm' Verwendung. Es sind absolute High-End-Produkte und haben auch den entsprechenden Preis.


 

Änderungen an der Box

Aus kostengründen entwickelte ich das Layout für die Frequenzweiche selbst und legte sie nebenbei noch für den Biwiring-Betrieb aus. Dazu ist dann auch noch ein größeres Anschlußterminal notwendig.
Da die Boxen bei mir sehr Wandnah stehen, verlegte ich das Bassreflexrohr noch nach vorn und zur Freude meines Untermieters bekamen sie noch je einen Satz Spikes (sieht auch besser aus) spendiert.
Mehr ist nicht notwendig gewesen.

Das Gehäuse

Oben erwähnte ich schon das mir die Anschaffung der einzelnen Werkzeuge (Oberfräse u.a.) zu kostspielig waren und suchte mir aus diesen Gründen einen preisgünstigen Tischler der mir die Box aus 19mm MDF in einer Qualität baute, wie ich selbst es wohl nicht verbracht hätte.
Danach suchte ich nach guter Folie (hier sollte man nicht sparen!) die zu meinem Ambiente paßte. Wer sehr viel Geld hat, kann auch Fournieren lassen,- aber Vorsicht das geht ins Geld. Mit etwas Übung und einem scharfen Teppichmesser sieht die Sache dann auch aus wie 'gekauft'.
Zum Schluß werden noch die Spikes eingebracht und fertig sind wir (demnächst folgt die Maß-zeichnung).

Die Frequenzweiche

Hier habe ich keine Änderungen vorgenohmen.

Abschluß

Dies sollte als kleine Vorstellung genügen. Falls Euch diese Zeilen zum nachbau angeregt haben, wüsche ich euch viel Spaß und hoffe ihr seit am Ende genauso Begeistert wie ich.
 
Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 23. März 2010 um 18:34 Uhr